Meist sieht man sie nicht. Dann sind sie im dahinfließenden Wasser der Steinlach verborgen. Dabei sind sie schon ziemlich lange da und sind wohl die ältesten „Bewohner“ Ofterdingens überhaupt: Die Ammoniten, die hier zusammen mit anderen Urtieren wie Fischsauriern und Paddelechsen lebten, als vor 160 Millionen Jahren noch ein Binnenmeer die Schwäbische Alb bedeckte.

In den Kalkbänken des Lias Alpha 3, einer Gesteinsschicht, die für das Steinlachtal als Untergrund typisch ist, sind sie als Fossilien bis heute erhalten geblieben. Wer sich die steinernen „Schnecken“ anschauen möchte, hat bei dem derzeitigen Niedrigwasserstand  Gelegenheit dazu. Der Zugang und eine Informationstafel finden sich in der Ofterdinger Kriegsstraße. Aber Achtung:  Die urzeitlichen Kopffüßer stehen unter Naturschutz! Also am besten durchs trockene Bachbett spazieren, die Vielfalt der spiralförmigen Wesen aus der Frühgeschichte der Erde bewundern und alles so lassen, wie es ist. Schließlich soll die Gattung Arietites ja noch ein paar Millionen Jahre lang Gästen und Steinlachtalbewohnern Gelegenheit für einen Ausflug bieten.