Pressefreiheit und das Recht, seine Meinung frei zu äußern, sind für uns hier in Deutschland zur Selbstverständlichkeit geworden. Das war einmal anders. Zum Beispiel in Tübingen, im Jahr 1848:  

Revolution in den deutschen Ländern. Viele Menschen kämpfen für einen einheitlichen deutschen Nationalstaat statt der vielen zersplitterten, und miteinander immer wieder in Konflikt geratenden Kleinstaaten. Auch in Tübingen setzen sich viele für Versammlungsfreiheit ein und für das, was der türkische Staatschef Erdogan in seinem Land heute, im Jahr 2016, wieder komplett abzuschaffen versucht: Pressefreiheit. In einem Briefwechsel zwischen dem jungen Tübinger Gustav Lenz, seiner Mutter Rosine und seiner Schwester Marie Lenz aus den Jahren 1848 bis 1854 wird deutlich, wie aufwühlend und wie gefährlich für demokratisch gesinnte Bürger die Ereignisse vor fast 170 Jahren in der Neckarstadt und weit darüber hinaus für die Menschen waren.

Im März 1848 schreibt die Witwe Rosine Lenz aus Tübingen an ihren Sohn Gustav, der sich zu dieser Zeit irgendwo im Nachbarland Baden aufhält: „Hier, wie in allen Orten, werden Versammlungen gehalten, wo die Anliegen des Volkes in Adressen an den König angefertigt werden. Dr. Uhland hielt in einer solchen Versammlung eine kräftige Rede….“

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