Die „Panama papers“ rütteln die Welt auf. Rund 400 Journalisten aus  80 Ländern haben in mehr als einem Jahr intensiver, gemeinsamer Recherche ein Netz aus weltweiten, ganz sicher in vielen Fällen kriminellen Machenschaften aufgedeckt. Die Fäden laufen in Mittelamerika zusammen, an der Engstelle des amerikanischen Kontinents in Panama.

Ich bin selbst Journalistin und allen an diesem unglaublichen, herausragenden Rechercheprojekt beteiligten Kolleginnen und Kollegen zolle ich an dieser Stelle meinen uneingeschränkten Respekt. Das war und ist klasse Arbeit! Ich hoffe sehr, dass eintrifft, was die Frau des isländischen Journalisten Johannes Kristiansson gestern in einem Fernsehinterview gesagt hat: Ihr Mann hat durch und mit der zeit- und nervenaufreibenden Arbeit an den Panama-Verstrickungen seines Regierungschefs in den letzten Monaten kein(!) Geld verdient. Sie habe in dieser Zeit als Buchhalterin für beide das Geld verdient. Aber das gräme sie nicht: „Das musste so sein. Damit unsere Gesellschaft ein bisschen besser wird.“ Respekt vor dieser Haltung!

Mir ist heute diese mehr als 150 Jahre alte Karte in die Hände gefallen, die ich bei der Recherche für eines meiner Bücher entdeckt habe. Sie illustriert den autobiographischen Reisebericht von Julie Hanke, einer deutschen Auswandererin, die 1848 mit ihrem Mann nach Texas und von da nach Nicaragua und dann auch nach Panama gegangen ist. Panama – der Knotenpunkt der Welten. Auch schon vor 150 Jahren – mehr dazu und zu der Quelle der Karte in Kürze in diesem Blog…

Liane von Droste