Dracula, Frankenstein, Phantom der Oper oder „Im Westen nichts Neues“: Nicht nur  Kinofans sind die Filme aus der Kinderstube der Bewegtbilder ein Begriff. Im Haus der Geschichte in Stuttgart beginnt morgen, 9. Dezember, eine Ausstellung, die man gesehen haben muss: „Carl Laemmle presents … ein jüdischer Schwabe erfindet Hollywood“…

… ist der Titel einer Sonderschau mit mehr als 200 Exponaten, darunter historische Kinoplakate oder den fast 100 Jahre alten, originalen Schminkkoffer des Schauspielers Lon Chaney, manchen besser bekannt als Quasimodo, der Glöckner von Notre Dame, oder als das Phantom der Pariser Oper.

Als Karl Lämmle wurde der spätere Gründer der Universal Filmstudios 1867 im schwäbischen Laupheim geboren. Mit 17 Jahren wanderte der Sohn jüdischer Eltern in die USA aus. Er wird Laufbursche im Drugstore, arbeitet in der Landwirtschaft und hat geschäftliche erste Erfolge in der Textilindustrie. Mit 39 Jahren startet Carl Laemmle, wie er sich inzwischen nennt, neu durch. Als erstes investiert er 1906 in ein Nickelodeon, ein 5-Cent-Filmtheater, im selben Jahre gründet er den Laemmle Film Service, der zum größten Filmverleiher Amerikas wird. 1912 gründet er mit zwölf weiteren Produzenten die Universal Film Manufacturing Company, deren Präsdient Laemmle wird.

Die Ausstellung ist absolut sehenswert und dauert bis zum 30. Juli 2017.

Und warum es die Original-Fledermaus aus der ersten Dracula-Verfilmung vor fast einem Jahrhundert so schwer hatte, ihren Weg nach Stuttgart zu finden, das wird hier in diesem Blog in den nächsten Tagen Thema sein …

Das Portrait zeigt Carl Laemmle 1934 (Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg)
Das Portrait zeigt Carl Laemmle 1934 (Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg)

 Mehr Informationen auf der Webseite des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg www.hdgbw.de