Autorin: Elisabeth Weniger

(Textauszug)

Die Maschinen sind alle in Anlehnung an Leonardo da Vincis Skizzen entstanden. Sie wurden im Rittersaal, der normalerweise als Halle für Skulpturabgüsse dient, von den Kuratoren Professor Ernst Seidl und Dr. Frank Dürr sowie dem Szenografen Stephan Potengowski in Szene gesetzt. Potengowski schafft beruflich künstlerische Installationen und wurde eng in die Ausstellungsgestaltung einbezogen. Durch ein umfangreiches Raumkonzept, bekommen die Besucher das Gefühl, in da Vincis Arbeitsräume eintreten zu können.

Der Rittersaal wurde in fünf Abschnitte unterteilt, die jeweils einen Teil von da Vincis Errungenschaften präsentieren. Im ersten Abschnitt geht es um die Begeisterung um da Vinci, aber auch um seine Persönlichkeit. Im zweiten Abschnitt geht es um Architektur und Bauen, hier stehen einige seiner Maschinen, die den Menschen die Welt vereinfachen sollten. In Abschnitt drei folgen Maschinen, die der Fortbewegung dienen sollten, im vierten Kampfmaschinen und im fünften geht es um da Vincis Zeichnungen.

Aufbau des Hängegleiters
Foto: Lara Hoppe

Leonardo da Vinci war sowohl Künstler als auch Wissenschaftler, diese interdisziplinäre Verbindung, die sich auch in der Universität Tübingen und deren Museum wiederfindet, greift das MUT auf und spiegelt sie in der Ausstellung wider, so werden auch Stücke aus verschiedenen Lehrsammlungen gezeigt. Da Vincis Erfindungen werden hier nicht  nur als nützliche Maschinen, sondern auch als ästhetische Gegenstände betrachtet, wie sie vermutlich auch von da Vinci selbst wahrgenommen wurden. So finden auch Maschinen, die gar nicht funktionieren können ihren Weg in die Ausstellung, wie zum Beispiel der Sichelwagen auf dem Bild unten.

 

Das Titelfoto oben zeigt den Nachbau eines Kettengetriebes.  Foto: Lucie Seibt

 

 

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