Das Ofterdinger „Schneckenpflaster“ wird in die Liste der Nationalen Geotope Deutschlands aufgenommen. Und ist damit berühmter Gesellschaft: Von der Insel Helgoland über die Kreideküste auf Rügen, das Siebengebirge bis zur Wutachschlucht reichen die Namen der anderen Ausgezeichneten, zu denen sich jetzt auch der rund 100 Meter lange und rund vier Meter breite Streifen im Bett der Steinlach neben der Kriegsstraße zählen darf.

Die Ammoniten der Gattung Arieten lebten hier zusammen mit anderen Urtieren wie Fischsauriern und Paddelechsen, als vor 160 Millionen Jahren noch ein Binnenmeer die Schwäbische Alb bedeckte. Ihre versteinerten Überreste sind im Bett der Steinlach bei Niedrigwasser zu sehen und holen, so war jüngst in einer Gemeinderatssitzung in Ofterdingen zu erfahren, inzwischen ganze Busladungen voller interessierter Besucher ins Dorf.

Ein Besuch lohnt also, wenngleich auch sich die Gemeindeverwaltung noch etwas schwer damit tut, dieses ganz besondere Geschenk der Natur touristisch ansprechend einzusetzen. Immerhin: Das regelmäßige Mähen der Uferstreifen wolle man im nächsten Sommer besser im Auge behalten, versprach Bürgermeister Joseph Reichert in der Sitzung.

Wer das Ofterdinger Schneckenpflaster noch nicht kennt, für den gibt es hier noch einige zusätzliche Informationen:

https://wp.me/p6sae6-2L

Für alle, die sich die illustre Gesellschaft der anderen Nationalen Geotope anschauen möchte, wird hier fündig:
https://www.geoakademie.de/geotope.php

 

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