1848. Verschenken Sie eine Zeitreise – mit Julie, Gustav und den beiden Wilhelms. Lebensgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Spannung ist garantiert.

Ich lade Sie ein.

Bei Bestellungen mit Lieferorten im Steinlachtal bis 21. Dezember liefern wir frei Haus (Nähere Infos dazu unten an diesem Blogtext).

Abenteuer pur – Julie Hanke, Wilhelm Klein, Gustav Lenz und Wilhelm Haagen, den Hauptfiguren in meinem Buch „Dazwischen der Ozean“,  kamen in den Jahren um 1850 auf Auswandererschiffen in New York, Baltimore und New Orleans an. Sie brachten viel Hoffnung mit in das fremde Land. Hoffnung auf Arbeit, ein Auskommen, Glück und eine Zukunft für sich und ihre Kinder. Allen gelang es, auf unterschiedlichen Wegen und zum Teil unter widrigsten Umständen, Fuß zu fassen. Einer blieb, die anderen kehrten Jahre später zurück. Was sie erlebten, was sie niederdrückte und wieder aufstehen ließ, welche Abenteuer sie zu bestehen hatten, haben drei von ihnen selbst niedergeschrieben – in handschriftlichen Erinnerungen wie die von Julie Hanke und Wilhelm Klein; oder in Briefen, wie sie Gustav Lenz mit seiner Mutter und seiner Schwester in Tübingen wechselte.

Diese Manuskripte wurden in den jeweiligen Familien über ein Jahrhundert, in einem Fall sogar über mehr als 160 Jahre sorgsam aufbewahrt. Für das „Ozean-Buch“ durfte ich sie verwenden.  Funde im Internet,  glückliche Zufälle und weitere freundliche Leihgeber trugen mit Originaldokumenten, Fakten und Fotos  dazu bei, dass die Lebensgeschichten  in diesem Buch „rund“ wurden.

Der rote Faden, der die Lebenswege der vier Deutschen neben ihrem gemeinsamen Ziel Amerika verbindet, ist die Zeit, in der sie sich zum Auswandern entschließen. Ihre Abreisedaten liegen zwischen 1847 und 1857. Europa ist in Aufruhr. Die Revolution von 1848 und ihre rasche Niederschlagung in den Jahren danach wühlen die Menschen auf. Auch in Tübingen herrscht Aufbruchsstimmung. In Hörsälen, Versammlungen und an den Stammtischen der zahlreichen Schankwirtschaften wird heiß debattiert und gestritten. Auch Wilhelm Haagen ist dabei. In den Straßen patroulliert eine Bürgerwehr, die zu einem großen Teil aus bewaffneten Studenten besteht. Eine ganze Reihe derer, die sich in den demokratischen Freiheitsbestrebungen der Märztage 1848 aktiv eingebracht und gekämpft haben, werden – zuvor von Tausenden gefeiert und bewundert – von den Kräften der Gegenrevolution an den Pranger und viele auch vor Gericht gestellt.

Ob Wilhelm Haagen und Gustav Lenz, zwei der Personen, um deren Lebensgeschichten es im Buch geht, zu den politisch aktiven Köpfen jener Tage gehören, lässt sich bis heute nicht eindeutig beantworten. Die demokratisch-freiheitliche Haltung jedoch, die im selbstbewusster werdenden Volk in jenen Jahren rasant wächst, ist auch die der beiden Auswanderer, das geht aus vielen biografischen Details hervor.  Für die Haagen-Nachkommen in Amerika ist es bis heute unbestritten: Ihr Ahnherr Charles William, alias Wilhelm Christian Haagen war ein „Fourtyeighter“, ein „Achtundvierziger“.

Auch bei Gustav Lenz muss letztlich die Antwort auf die Frage offen bleiben, warum ihm seine Mutter Rosine in ihrem Brief vom 6. März 1848 so drängende Worte schickt: „Ich sage dir nochmals schreibe gleich, daß man ruhig sein kann.“ Ist Gustav Lenz wie viele andere Tübinger Handwerkersöhne direkt beteiligt? Er hält sich, soviel ist sicher, im Nachbarland Baden auf, wo sich in jenen Märztagen Demokraten, Liberale und andere Freischärler zusammenfinden und  militärisch organisieren. Einen Monat später, am 12. April, ruft Friedrich Hecker, einer der Köpfe der Revolution im deutschen Südwesten, in Konstanz die Republik aus und zieht danach mit seinen Anhängern Richtung Karlsruhe. Am 20. April wird er mit seinen Männern bei Kandern geschlagen. Anfang Mai bricht Gustav Lenz von Tübingen auf in Richtung Antwerpen, von wo aus er eine Schiffspassage nach Amerika gebucht hat.

Rosine Lenz zumindest hält fortan in ihren Briefen über den Ozean den Sohn auf dem Laufenden über den Fortgang der politischen Ereignisse wie auch über den Alltag in der Heimat. Gustav wiederum versorgt seine Angehörigen zu Hause mit Schilderungen seiner fast sieben Wochen dauernden Reise auf dem Segelschiff, den Arbeits- und Lebensbedingungen in Amerika. Und, nicht zu vergessen, der Fahrt des ersten Luftschiffes über New York!

Liane von Droste

 

Infos zum Buch

Liane von Droste, „Dazwischen der Ozean. Biografien, Erinnerungen und Briefe von Deutschen in Amerika nach 1848“

edition steinlach, ISBN 978-3-9815658-0-5, 248 Seiten, 58 Abbildungen, 19,90 Euro

Erhältlich im Buchhandel und portofrei unter www.edition-steinlach.de

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